Passivhaus

Unter einem Passivhaus wird ein Gebäude mit Lüftungsanlage verstanden, welches aufgrund seiner guten Wärmedämmung keine klassische Heizung benötigt. Das bedeutet, ein Passivhaus darf höchstens eine Energiekennzahl von 15 kWh/m² aufweisen. Der überwiegende Teil des Wärmebedarfs des Passivhauses wird aus passiven Quellen wie beispielsweise Sonneneinstrahlung und Abwärme von Menschen und technischen Geräten gedeckt.

 

Die kontrollierte Wohnraumlüftung sorgt neben Frischluft auch für ein besseres Raumklima. Dabei wird auch die gefährliche Schimmelbildung verhindert.

 

Entgegen der falschen Meinung, dass ein Passivhaus riesige Fensterflächen hat und nur mit Flach- oder Pultdach gebaut werden kann und damit wie eine „Schachtel“ aussehen muss, hat ein Passivhaus tatsächlich nach Süden ausgerichtete Fensterflächen mit Dreifachverglasung, wobei aber grundsätzlich an großen Glasflächen gespart wird, da deren Energiebilanz fünfmal schlechter ist als die einer Wand. Darüber hinaus können Passivhäuser wie in herkömmlicher Weise – in Ziegel, Massiv- oder Holzbauweise – errichtet bzw. in jeder Bauform mit jeder Art von Dach verwirklicht werden.

 

Tatsache ist jedenfalls: Obwohl die Baukosten um ca. fünf bis sieben Prozent höher sind als die eines normalen Hauses und etwa vier Prozent über denen eines Niedrigenergiehauses liegen, amortisieren sich die Mehrkosten in kurzer Zeit. Berechnet man die unterschiedlichen Förderungen mit ein, kann es schlussendlich sogar ohne Mehrkosten gebaut werden.

vgl. 15. Juni 2010 Salzburger Kleinanzeiger Nr. 11/10, Seite 15

Datum
18.06.2010